Follow:
LIFESTYLE & TRAVEL

„nicht abstrakt – Andreas Gursky“ in Düsseldorf

In diesem Artikel möchte ich euch von meinem Besuch in der Ausstellung „nicht abstrakt – Andreas Gursky“ in Düsseldorf berichten. Dass ich mich sehr für Fotografie interessiere und begeistere, dürften die meisten von euch wissen und daher stand für mich ein Besuch der Ausstellung fest auf der ToDo-Liste.

Die Ausstellung „nicht abstrakt – Andreas Gursky“ zeigt insgesamt ungefähr 20 Werke von Andreas Gursky, der ursprünglich aus Düsseldorf kommt und seine Karriere vor gut 40 Jahren als Fotograf begann. Mittlerweile ist es jedoch passender ihn als Fotokünstler zu bezeichnen, da er nicht „nur“ fotografiert, sondern seine Werke im Voraus sehr detailliert plant und anschließend aufwendigst digital bearbeitet. Zudem ist er aktuell der bestdotierteste Fotokünstler der Welt.

Wie der Titel der Ausstellung schon suggeriert, sollen die ausgestellten Werken zeigen, wie und ob überhaupt die Fotografie die Wirklichkeit abstrahieren kann. Konzert von obenUm seine Fotografien zu abstrahieren, wendet Gursky verschiedene Methoden an. Das Bild ganz am Anfang des Artikels zeigt ein Lager von Amazon. Um dieses Foto zu machen, fotografierte Gursky von einem Hubwagen aus einzelne Bereiche der Lagerregale und arbeitete dabei sehr stark mit dem Zoom. Um eine Flächigkeit bei dem finalen Foto zu erreichen, staffelte er die geschossenen Fotos während der anschließenden Bildbearbeitung.

Andere Bilder, wie das obige, machte er aus einem Hubschrauber heraus. Auf Grund der großen Entfernung und ungewöhnlichen Perspektive ist für den Betrachter zunächst nicht klar, was für ein Objekt das Bild eigentlich zeigt. Erst nach einem Moment des Überlegens erkennt man, dass es in diesem Fall ein Konzert zeigt.

Im Gegensatz dazu wählt Gursky bei anderen Fotografien einen sehr nahen Blickwinkel und der Ausstellungsbesucher, der nicht das große Ganze sieht, kann nur noch raten, was das Foto eigentlich abbilden soll. Wenn man dann aber auf den Titel schaut, erkennt man den Gegenstand oder die Situation doch sofort wieder, was den Titel der Ausstellung „nicht abstrakt“ etwas erklärt.
Media MarktDurch die Bildbearbeitung, die für ein einzelnes Werk manchmal bis zu einem halben Jahr dauern kann, nähern sich die Fotografien von Gursky auch immer stärker der bildenden Kunst an. Auf manchen Werken kann man mit dem bloßen Auge kaum erkennen, ob es sich jetzt um Pinselstriche oder Reifenspuren auf einer Rennstrecke handelt. Doch genau das macht Andreas Gursky und seine Werke für mich aus: Er zeigt dem Betrachter, dass ein zweiter Blick in den meisten Fällen notwendig und sehr lohnenswert ist.

Gerade in dieser Ausstellung spielt Gursky direkt auf den Bezug zur bildenden Kunst an, da er einen Teil seiner Werke in der regulären Kunstsammlung des K20 untergebracht hat. So hängen seine Fotografien neben Arbeiten von Picasso und Feininger, was dem Besucher die Gelegenheit gibt im direkten Vergleich über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Arbeitsweisen nachzudenken.Bildende Kunst und Fotografie im KontrastIch kann einen Besuch der Ausstellung „nicht abstrakt – Andreas Gursky“ wirklich nur jedem empfehlen. Es spielt keine Rolle, ob man sich generell für Fotografie und Kunst interessiert oder nicht. Alle meine Bekannten und Freunde, die die Ausstellung bisher gesehen haben, waren begeistert. Die Fotografien sind einfach unglaublich eindrucksvoll und zeigen wie Dinge, die wir alle aus dem alltäglichen Leben kennen, mit einem anderen Blickwinkel auch wirken können und dass uns manche doch so vertraute Objekte dadurch ziemlich fremd vorkommen.

Für mich selbst war die Ausstellung eine Rieseninspiration, danach hatte ich viele Ideen für neue Bilder und auch total viel Lust, diese gleich umzusetzen. Nutzt also eure Chance und schaut euch die Ausstellung noch selbst bis zum 06.11.2016 im K20 in Düsseldorf an.

Share on
Previous Post Next Post

You may also like

6 Comments

  • Reply Fabienne Maxi

    Das klingt wirklich nach einer interessanten Ausstellung! Ich liebe Fotografie und wollte sowieso demnächst wieder ins K 20, dann werde ich die Ausstellung auf jeden Fall besuchen. Danke für den tollen Tipp!

    Liebe Grüße
    Fabienne

    http://www.fabiennemaxi.com

    September 4, 2016 at 2:23 pm
    • Reply Tabea1002

      Das solltest du auf jeden Fall machen! Die Ausstellung lohnt sich wirklich und die Bilder beeindrucken einen echt (:

      September 4, 2016 at 8:07 pm
  • Reply Svenja

    Sieht toll aus.. ich mag Kunst auch sehr.. doch leider ist mir Düsseldorf etwas zu weit weg, sonst wäre ich bestimmt vorbei gegangen 🙁

    Liebe Grüsse
    Svenja

    September 10, 2016 at 6:42 pm
    • Reply Tabea1002

      Das ist schade, aber vielleicht gibt es ja bald auch bei dir in der Nähe mal eine Ausstellung von Gursky.

      September 11, 2016 at 9:57 am
  • Reply Ines

    Klingt wirklich spannend, ich kannte den Künstler ehrlich gesagt bisher nicht. Leider ist Düsseldorf recht weit entfernt sonst wäre ich wahrscheinlich in die Ausstellung gegangen.
    Schöner Post!
    Liebe Grüße
    Ines

    September 10, 2016 at 8:41 pm
    • Reply Tabea1002

      Vielen lieben Dank (: Vielleicht gibt es ja bald mal bei dir in der Nähe eine Ausstellung, die Fotografien von Gursky zeigt.

      September 11, 2016 at 10:03 am

    Leave a Reply